Aus: JydskeVestkysten

Kunst am Baum: Wie aus einer Friedenseiche eine Skulptur wurde

16.10.2014 | 14:57 |

Anders Davidsen

Gravenstein/Gråsten – Gravenstein ist seit Kurzem um ein Kunstwerk reicher. Es soll die Besucher der Stadt willkommen heißen.

„Big Apple“ wird in Zukunft nicht zu übersehen sein – erst recht nicht, wenn man sich vom Wasser aus der Stadt nähert. Foto: Poul Skøtt

Die neue Skulptur der „Apfelstadt“ Gravenstein am Bellevue am Hafen gelegen, ist nun offiziell eingeweiht. Obwohl das Kunstwerk an sich neu ist: Auf sein Material trifft dies nicht zu! Die Skulptur ist aus der alten „Friedenseiche“ vom Gravensteiner Markt geschaffen worden. An ihrer Entstehung haben viele Menschen einen Anteil. Die Hauptrolle fällt indes dem freischaffenden Künstler Johannes Caspersen aus Flensburg zu: Seine Aufgabe bestand darin, für die Stadt ein neues Kunstwerk zu schaffen, an dem sich Einheimische und Touristen gleichermaßen erfreuen können. Im „Dansk Hårdttræ Savværk“ in Holbi bei Krusau ist Caspersen zu Werke gegangen – und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wie er findet.

„Es ist geglückt, dem Werk eine Dynamik und eine proportionale Ausgewogenheit zu verleihen“, sagt der Künstler, auf den Apfel verweisend, der ganz oben auf der Skulptur thront: Dieser sei weder dominierend noch anonym.

Für Caspersen ist es nach eigenen Worten wichtig gewesen, seiner Skulptur einen Ausdruck von Entgegenkommen internationaler Prägung zu geben, etwas, das seiner Meinung nach charakteristisch für Hafenstädte dieser Welt ist.

Die Bezeichnung „Big Apple“ sei daher mehrdeutig: Sie könne sowohl als Verweis auf den Apfel an sich dienen als auch ein Hinweis auf den Spitznamen New Yorks sein – und somit die internationale Dimension widerspiegeln.

Die Einwohner scheinen sich an ihrem neuen Wahrzeichen am Hafen ihrer Stadt zu erfreuen, was nicht zuletzt für Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen gilt:

„Es sieht ganz fantastisch aus, und dass es gemeinsam gelungen ist, dieses Werk umzusetzen, zeugt von dem kulturellen Zusammenhalt in der Stadt.“

 

Infobox

 

„Big Apple“

Die Skulptur wird mithilfe einer Förderung in Höhe von 50.000 Kronen durch den kommunalen Ausschuss für Technik und Umwelt finanziert. Das Geld stammt vom Konto zur Förderung von Handelsstädten. „Gråsten Forum“ hatte seinerzeit mit einem Antrag auf Förderung den Prozess ins Rollen gebracht.


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