Aus: Flensborg Avis

Neues Leben in alten Zeitungsseiten

09.10.2014 | 15:12 |

Jan Christensen

Digitalisierung: Flensborg Avis und die Schleswigsche Sammlung („Den Slesvigske Samling“) sowie die Studienabteilung der Dänischen Zentralbibliothek haben soeben das neue digitale Archiv von Flensborg Avis vorgestellt, das alle Seiten der 145-jährigen Geschichte der Zeitung umfasst.

Der Historiker Jan Jessen (links), früherer Chef von „Den Slesvigske Samling“, stellte das Projekt vor, und der ehemalige Vorsitzende des Südschleswig-Ausschusses, Benny Engelbrecht, nahm mithilfe einer Video-Live-Schaltung an der Präsentation teil.

Flensburg: Der vor Kurzem zum Steuerminister ernannte Benny Engelbrecht (Soz.) hat in vielerlei Hinsicht eine Hauptrolle gespielt, als Flensborg Avis gemeinsam mit der Schleswigschen Sammlung  und der Studienabteilung der Dänischen Zentralbibliothek am vergangenen Dienstag Zeitungsgeschichte schrieb. Die Kulisse bildete der Blaue Saal der Flensburger Bibliothek, wo sich gut 20 Interessierte eingefunden hatten, um das neue digitale Archiv zu bewundern, in dem jedes Wort, das in Flensborg Avis in der Zeit von 1869 bis heute veröffentlicht wurde, verewigt ist.

 

Grünes Licht

 

Benny Engelbrecht war seinerzeit Vorsitzender des Südschleswig-Ausschusses des Folketings, der vor fast zwei Jahren die gut zwei Millionen Kronen für die Digitalisierung von Flensborg Avis bewilligt hatte.

Der Steuerminister überbrachte den Gruß des Ausschusses, als er über eine Video-Live-Schaltung aus seinem Ministerium in Kopenhagen an der Präsentation teilnahm. Er betonte, dass sich mit der Digitalisierung von Flensborg Avis für Forscher, Geschichtsinteressierte und private Ahnenforscher südlich und nördlich der Grenze völlig neue Möglichkeiten erschließen würden:

„Ich freue mich, dass der Südschleswig-Ausschuss auf diese Art dazu beitragen kann, das wertvolle Material einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Mit Blick auf die Zeitungsseiten, deren Zahl fast eine halbe Million beträgt und die bislang kaum zugänglich gewesen seien, offenbare sich somit eine völlig neue Welt, so Benny Engelbrechts Botschaft nach Flensburg.

 

Bald auch kostenlos

 

Der frühere Chef von „Den Slesvigske Samling“, Jan Jessen, erläuterte den Werdegang des Projektes – angefangen von den vielen Hundert Zeitungsbänden, die in die Schweiz zum Einscannen gebracht werden mussten, bis zum fertigen Produkt. Chefredakteur Jørgen Møllekær und Redakteur Jan Christensen stellten das digitale Archiv vor, dessen Nutzung für Interessierte nördlich und südlich der Grenze binnen kurzer Zeit kostenlos sein soll.


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