Aus: Flensborg Avis

Kinder backen für einen guten Zweck

28.11.2013 | 14:18 |

Mads Bruhn

Der dänische Kindergarten „Harreslevmark“ möchte seine Produkte zugunsten der vielen Philippiner verkaufen, die unter den verheerenden Folgen des Tornados zu leiden haben.

Sofie hat ihre Kuchenrolle unter Kontrolle.

In der Bäckerei war jede Menge los. Fotos: Lars Salomonsen

Harrislee – Im dänischen Kindergarten „Den Danske Børnehave Harreslevmark“ wird dieser Tage gebacken, was das Zeug hält. Im ganzen Haus duftet es nach frischgebackenen Plätzchen und Brot. Daran ist an und für sich nichts Ungewöhnliches in der Zeit vor dem ersten Advent, doch in dem Kindergarten an der Thomasstraße in Harrislee gibt es einen speziellen Grund für das lebhafte Treiben in allen Räumen, an dem sich Kinder, Eltern und Kindergartenmitarbeiter gleichermaßen beteiligen: „Wir backen Plätzchen, Pfeffernüsse, Kuchenfiguren und Kürbisbrot. Das alles möchten wir für einen guten Zweck verkaufen. Das Geld soll der notleidenden Bevölkerung auf den Philippinen zu Gute kommen, die von dem zerstörerischen Tornado betroffen sind“, erläutert Kindergartenleiterin Lilian Magnussen.

„Die Kinder waren von der Idee sogleich begeistert und gehen mit Feuereifer an das Projekt. Sie sehen ja die Bilder von den Philippinen im Fernsehen, und sie wissen daher auch, dass dort etwas sehr Schlimmes passiert ist. Hinzu kommt, dass die Kinder erst vor kurzem einen heftigen Sturm miterlebt haben, wenngleich dieser auch nicht im Entferntesten so schlimm war wie der Tornado“, sagt sie.

 

Verkauf vor dem Supermarkt „Fakta“

 

Am Freitag, 29. November, von 12 bis 15 Uhr, also am Tag vor dem ersten Adventswochenende, durften die Kinder bei Fakta in Harrislee ihr Backwerk und Gebasteltes verkaufen. Dazu gehörten auch Adventskränze, Wichtel aus Holz, die sie selbst gefertigt und verziert haben.

„Die Fakta-Niederlassung in Harrislee wird von einem unserer Eltern geleitet, und Fakta hat zugesagt, die Summe, die wir während der drei Stunden unserer Verkaufsaktion zusammenbekommen, aufstocken zu wollen“, verrät Lilian Magnussen.

„Wir teilen die Kinder in Gruppen ein, sodass sie nicht alle drei Stunden im Supermarkt stehen müssen, was zu viel verlangt wäre in dem Alter“, wie sie betont.


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